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Luft-Wasser-Wärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe

Der Standard für wassergeführte Heizsysteme — Funktion, Stärken und Schwächen.

Kurz gesagt

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe nimmt Wärme aus der Außenluft auf und überträgt sie auf das Heizungswasser. Sie passt damit an jedes bestehende wassergeführte Heizsystem, ob Fußbodenheizung oder Heizkörper, und ist die in Deutschland am häufigsten eingebaute Bauart.

Der Unterschied zu Luft-Luft

Der Name beschreibt Quelle und Senke: Luft ist die Wärmequelle, Wasser das Medium, an das die Wärme abgegeben wird. Damit lässt sich die Anlage an jedes vorhandene wassergeführte Heizsystem anschließen und bereitet zugleich Warmwasser.

Die Luft-Luft-Wärmepumpe überträgt die Wärme dagegen direkt an die Raumluft, ähnlich einer Klimaanlage. Sie ist günstiger, kann aber kein Warmwasser bereiten und braucht in jedem Raum ein Innengerät. Für ein Haus mit vorhandener Zentralheizung ist Luft-Wasser fast immer die richtige Wahl.

Vor- und Nachteile im Überblick

Eine ehrliche Gegenüberstellung, wie wir sie auch im Beratungsgespräch verwenden:

VorteileNachteile
Kein Erdeingriff, keine Genehmigung nötigEffizienz sinkt bei Frost
Niedrigste Investitionskosten aller BauartenAußengerät erzeugt Geräusche
Passt an jedes wassergeführte HeizsystemAbtaubetrieb kostet Energie
Schnell realisierbar, meist in wenigen TagenBraucht Aufstellfläche im Freien oder Luftkanäle
Bereitet Heizwärme und WarmwasserHöherer Stromverbrauch als Erdwärme

Worauf es bei der Auswahl ankommt

Entscheidend ist die Heizleistung am Auslegungspunkt, also bei der Normaußentemperatur Ihres Standorts — nicht die beworbene Nennleistung bei sieben Grad. Ein Gerät mit 10 Kilowatt bei A7/W35 liefert bei minus zehn Grad oft nur noch 7 Kilowatt.

Zweites Kriterium ist der Modulationsbereich. Ein Gerät, das auf 30 Prozent seiner Leistung heruntermodulieren kann, läuft in der Übergangszeit durch, statt zu takten. Drittes Kriterium ist das Kältemittel: Propan hat ein sehr niedriges Treibhauspotenzial, erfüllt die Anforderungen des Effizienzbonus und ist von künftigen Beschränkungen fluorierter Gase nicht betroffen.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Funktioniert eine Luft-Wasser-Wärmepumpe mit Heizkörpern?

Ja. Voraussetzung ist, dass die Heizkörper groß genug sind, um die Wärme bei 45 bis 55 Grad Vorlauf abzugeben. In vielen Altbauten trifft das bereits zu; sonst genügt meist der Tausch einzelner Heizkörper in den kritischen Räumen.

Was ist besser: Monoblock oder Split?

Im Bestand meist Monoblock, weil keine Kältearbeiten nötig sind und Propan als Kältemittel möglich ist. Split lohnt bei langen Leitungswegen oder wenn das Außengerät besonders kompakt sein muss.

Kann die Anlage auch kühlen?

Viele Geräte können den Kreislauf umkehren und über die Fußbodenheizung sanft kühlen. Die Kühlleistung ist begrenzt und die Vorlauftemperatur muss über dem Taupunkt bleiben, damit nichts kondensiert. Als Ersatz für eine Klimaanlage taugt das nicht, für zwei bis drei Grad Absenkung sehr wohl.

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