
Wärmepumpe im Einfamilienhaus
Der Standardfall — von der Bestandsaufnahme bis zur Inbetriebnahme.
Im Einfamilienhaus ist die Luft-Wasser-Wärmepumpe der Regelfall: 6 bis 18 Kilowatt Leistung, 27.000 bis 45.000 Euro komplett, nach Förderung oft 9.000 bis 20.000 Euro Eigenanteil. Entscheidend sind Heizlast, Vorlauftemperatur und ein geeigneter Aufstellort.
Der Ablauf von der Anfrage bis zur Übergabe
Ein typisches Projekt dauert vom ersten Gespräch bis zur Inbetriebnahme drei bis fünf Monate, überwiegend wegen Förderantrag und Lieferzeit. Die eigentliche Montage nimmt drei bis fünf Arbeitstage in Anspruch.
- Bestandsaufnahme vor Ort
Heizlast, vorhandene Heizflächen, Aufstellort, Elektroanschluss, Speichersituation. Ergibt die Grundlage für Auslegung und Angebot.
- Konzept und Angebot
Gerätewahl, geplante Vorlauftemperatur, nötige Heizflächenanpassungen, Schallnachweis, Kostenaufstellung nach Einzelpositionen.
- Förderantrag
Muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein oder der Vertrag eine aufschiebende Bedingung enthalten. Wir übernehmen Antrag und Nachweise.
- Montage
Demontage der Altanlage, Fundament, Aufstellung, Verrohrung, Speicher, Elektro, Durchbrüche. Drei bis fünf Arbeitstage.
- Inbetriebnahme und Einregulierung
Hydraulischer Abgleich, Heizkurve einstellen, Warmwasserprogramm, Einweisung. Nachjustierung nach der ersten Heizperiode.
Was im Einfamilienhaus am häufigsten übersehen wird
Drei Punkte tauchen in unserer Praxis immer wieder auf. Der erste ist der Warmwasserspeicher: Der vorhandene Speicher aus der Gasanlage hat meist ein zu kleines Register und zwingt die Wärmepumpe zu hoher Vorlauftemperatur.
Der zweite ist der Zählerschrank. In Häusern aus den Siebzigern und Achtzigern fehlt oft der Platz für die zusätzliche Absicherung, und ohne Fehlerstromschutzschalter geht ohnehin nichts. Der dritte ist die Kondensatableitung am Aufstellort — auf gepflasterten Flächen entsteht im Winter sonst eine Eisplatte.
Nach der Inbetriebnahme
Die Anlage ist mit der Übergabe nicht fertig eingestellt. Die Heizkurve wird bei der Inbetriebnahme auf einen sicheren Startwert gesetzt und sollte über die erste Heizperiode schrittweise abgesenkt werden, bis es an kalten Tagen gerade noch überall warm wird.
Diese Nachjustierung ist der Unterschied zwischen einer Jahresarbeitszahl von 3,2 und 3,8 — also rund 15 Prozent Stromkosten. Wir vereinbaren dafür einen Nachtermin im ersten Winter und lesen die Betriebsdaten aus.
Das werden wir oft gefragt
Welche Wärmepumpe für ein Einfamilienhaus?
In den meisten Fällen eine Luft-Wasser-Monoblock-Anlage mit Propan als Kältemittel. Erdwärme lohnt bei hohem Wärmebedarf, großem Grundstück oder wenn ohnehin Erdarbeiten anstehen.
Wie lange dauert der Einbau?
Drei bis fünf Arbeitstage Montage. Von der Beauftragung bis zur Inbetriebnahme vergehen wegen Förderantrag und Lieferzeit meist drei bis fünf Monate.
Muss ich während des Einbaus ausziehen?
Nein. Die Heizung fällt in der Regel nur einen Tag aus, das Warmwasser ähnlich lang. Bei Einbau in der Heizperiode stellen wir bei Bedarf eine mobile Übergangsheizung.
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