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Fachbetrieb für die Wärmepumpe finden

Fachbetrieb für die Wärmepumpe finden

Die Fragen, die ein guter Betrieb beantworten kann — und die Unterlagen, die dazugehören.

Kurz gesagt

Ein guter Fachbetrieb erstellt eine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831, nennt die Vorlauftemperatur, für die er auslegt, und weist Hydraulik, Elektro und Entsorgung einzeln aus. Ein Angebot ohne diese drei Angaben ist nicht vergleichbar.

Die drei Fragen, die alles verraten

Sie brauchen kein Fachwissen, um die Qualität eines Angebots einzuschätzen. Diese drei Fragen genügen:

  • Auf welche Vorlauftemperatur legen Sie aus?

    Wer darauf keine konkrete Zahl nennt, hat das Gebäude nicht betrachtet. Die Antwort sollte auf einer Berechnung oder einem Absenkversuch beruhen, nicht auf einer Schätzung.

  • Wie hoch ist die Heizlast, und wie wurde sie ermittelt?

    Die richtige Antwort lautet: raumweise nach DIN EN 12831. Wird stattdessen mit Wohnfläche mal Wattzahl gerechnet, ist eine Fehlauslegung wahrscheinlich.

  • Welche Heizkörper müssen getauscht werden?

    Ein Betrieb, der raumweise geprüft hat, kann diese Frage konkret beantworten. Ein pauschales „passt schon“ oder „am besten alle“ deutet darauf hin, dass nicht gerechnet wurde.

Was in ein vollständiges Angebot gehört

Diese Positionen sollten einzeln ausgewiesen sein. Fehlen sie, sind sie nicht enthalten und werden später nachberechnet:

PositionWarum sie wichtig ist
Gerätemodell mit Leistung am AuslegungspunktNicht die Nennleistung bei 7 °C — die ist deutlich höher
HeizlastberechnungGrundlage der Auslegung, sollte beiliegen
Hydraulischer AbgleichPflicht für die Förderung
Pufferspeicher und WarmwasserspeicherInklusive Volumen und Wärmetauscherfläche
Elektroanschluss und ggf. ZählerschrankHäufig unterschätzter Posten im Altbau
Demontage und Entsorgung der AltanlageWird gern vergessen, kostet 500 bis 1.500 €
Fundament, Durchbrüche, KondensatableitungSonst Nachtrag auf der Schlussrechnung
Inbetriebnahme und EinweisungInklusive Einstellprotokoll der Heizkurve

Förderung und Nachweise

Der Fachbetrieb sollte den Förderweg kennen und die nötigen Nachweise liefern: Bestätigung des Fachunternehmens, technische Projektbeschreibung und die Dokumentation des hydraulischen Abgleichs. Ohne diese Unterlagen wird der Zuschuss nicht ausgezahlt.

Wichtig ist die Reihenfolge: Der Antrag muss vor der Auftragsvergabe gestellt sein, beziehungsweise der Vertrag eine aufschiebende oder auflösende Bedingung enthalten. Ein Betrieb, der zur sofortigen Unterschrift ohne diesen Passus drängt, gefährdet Ihren Förderanspruch.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Wie viele Angebote sollte ich einholen?

Zwei bis drei genügen, wenn sie vergleichbar sind. Vergleichbar heißt: gleiche Heizlastgrundlage, gleiche Vorlauftemperatur, gleicher Leistungsumfang. Drei Angebote mit unterschiedlichen Annahmen sagen weniger aus als zwei mit denselben.

Woran erkenne ich ein zu günstiges Angebot?

An den fehlenden Positionen. Wenn Entsorgung, Elektroanschluss, Fundament und hydraulischer Abgleich nicht auftauchen, ist der Preis nicht niedriger, sondern unvollständig.

Brauche ich zusätzlich einen Energieberater?

Für die Wärmepumpe als Einzelmaßnahme nicht zwingend; die Bestätigung des Fachunternehmens genügt. Bei umfassenderen Sanierungen mit mehreren Maßnahmen kann eine Energieberatung sinnvoll sein und ist selbst förderfähig.

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