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Mini-Wärmepumpen und kleine Geräte

Mini-Wärmepumpen und kleine Geräte

Was kleine Geräte leisten — und wo die Werbeversprechen aufhören.

Kurz gesagt

Mini-Wärmepumpen mit 1 bis 3 Kilowatt eignen sich für einzelne Räume, Ferienhäuser, Wintergärten oder als Warmwasserlösung. Ein normal gedämmtes Einfamilienhaus mit 8 bis 12 Kilowatt Heizlast können sie nicht beheizen — dafür fehlt schlicht die Leistung.

Was kleine Geräte leisten können

Der Begriff Mini-Wärmepumpe fasst sehr unterschiedliche Geräte zusammen: von 12-Volt-Systemen für Wohnmobile über kleine Monoblocks mit 2 bis 3 Kilowatt bis zu mobilen Klimageräten mit Heizfunktion. Gemeinsam ist ihnen eine Leistung deutlich unterhalb dessen, was ein Haus benötigt.

Sinnvoll einsetzbar sind sie dort, wo genau diese kleine Leistung gefragt ist: einzelne Räume, Gartenhäuser, Wintergärten, Ferienhäuser mit gelegentlicher Nutzung, oder als Ergänzung in einem Anbau, der an das Heizsystem nicht angeschlossen ist.

Die Rechnung, die viele überrascht

Ein durchschnittliches Einfamilienhaus braucht am kältesten Tag 8 bis 15 Kilowatt Heizleistung. Ein 2-Kilowatt-Gerät deckt davon bestenfalls ein Viertel — und zwar nur unter günstigen Bedingungen bei milder Außentemperatur.

Angebote, die eine Mini-Wärmepumpe als vollwertigen Heizungsersatz bewerben, arbeiten meist mit der Leistungsangabe bei sieben Grad Außentemperatur. Bei minus zehn Grad, wenn die Wärme gebraucht wird, liefert dasselbe Gerät oft nur noch 60 bis 70 Prozent davon. Prüfen Sie deshalb immer die Leistung am Auslegungspunkt.

Sinnvolle Anwendungen

Es gibt Situationen, in denen ein kleines Gerät genau richtig ist:

  • Einzelraum im Anbau

    Ein Wintergarten oder Anbau ohne Heizungsanschluss lässt sich mit einem kleinen Split-Gerät wirtschaftlich temperieren, oft günstiger als eine Leitungsverlegung.

  • Ferienhaus mit Frostschutz

    Kleine Geräte halten ein selten genutztes Objekt frostfrei und heizen bei Bedarf schnell auf, ohne dass eine große Anlage bereitgehalten werden muss.

  • Warmwasser im Kleinhaushalt

    Eine Brauchwasserwärmepumpe mit 1,5 bis 2 Kilowatt deckt den Warmwasserbedarf eines Haushalts vollständig — hier ist die kleine Leistung ausreichend.

  • Pufferspeicher-Nachladung

    In Kombination mit Solarthermie oder einem Festbrennstoffkessel kann ein kleines Gerät den Puffer in Übergangszeiten nachladen.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Kann eine Mini-Wärmepumpe mein Haus heizen?

Nein, wenn es sich um ein normal großes Wohnhaus handelt. Mit 1 bis 3 Kilowatt liegt die Leistung deutlich unter den 8 bis 15 Kilowatt Heizlast eines Einfamilienhauses. Für einzelne Räume oder sehr kleine, gut gedämmte Objekte reicht sie.

Was kostet eine Mini-Wärmepumpe?

Je nach Bauart 800 bis 4.000 Euro. Zu beachten: Kleine Geräte für Einzelräume sind meist nicht förderfähig, weil sie die Anforderungen der Förderrichtlinie an eine Gebäudeheizung nicht erfüllen.

Gibt es mobile Wärmepumpen zum Heizen?

Mobile Klimageräte mit Heizfunktion gibt es, sie arbeiten aber mit schlechter Effizienz, weil der Abluftschlauch kalte Luft nachzieht. Für dauerhaftes Heizen sind sie ungeeignet, als kurzfristige Übergangslösung brauchbar.

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