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Brauchwasserwärmepumpe

Brauchwasserwärmepumpe

Warmwasser aus Kellerluft — die kleine Wärmepumpe, die sich am schnellsten amortisiert.

Kurz gesagt

Eine Brauchwasserwärmepumpe erwärmt ausschließlich das Trinkwasser und nutzt dafür die Luft ihres Aufstellraums, meist des Kellers. Sie kostet 2.500 bis 4.500 Euro und senkt den Stromverbrauch für Warmwasser gegenüber einem elektrischen Boiler um rund zwei Drittel.

Wie sie arbeitet

Das Gerät sieht aus wie ein hoher Warmwasserspeicher mit einem Aufsatz. Darin sitzt eine kleine Wärmepumpe, die der Raumluft Wärme entzieht und sie an das Speicherwasser abgibt. Die abgekühlte, entfeuchtete Luft wird in den Raum zurückgegeben oder über Kanäle nach außen geführt.

Ideal ist ein Aufstellraum mit dauerhaft nutzbarer Abwärme: Heizungskeller, Waschküche oder Vorratsraum. Der Nebeneffekt, dass der Raum entfeuchtet und leicht abgekühlt wird, ist in feuchten Kellern erwünscht — in beheizten Wohnräumen dagegen kontraproduktiv, weil die Heizung die entzogene Wärme nachliefern muss.

Wann sie sich lohnt

Die Brauchwasserwärmepumpe ist die Wärmepumpe mit der kürzesten Amortisationszeit, weil sie ein sehr ineffizientes System ersetzt.

  • Ersatz für elektrischen Boiler

    Der stärkste Fall. Ein Elektroboiler arbeitet mit Arbeitszahl 1,0, die Brauchwasserwärmepumpe mit 3,0 bis 3,5. Bei 3.000 Kilowattstunden Warmwasserbedarf sinkt der Strombedarf von 3.000 auf rund 900 Kilowattstunden, das sind über 500 Euro im Jahr.

  • Ergänzung zur Luft-Luft-Wärmepumpe

    Da Luft-Luft-Systeme kein Warmwasser bereiten, ist eine Brauchwasserwärmepumpe hier die naheliegende Lösung.

  • Entlastung der Heizungswärmepumpe

    Wird das Warmwasser separat erzeugt, muss die Heizungsanlage nicht mehr auf 55 Grad Speicherladung ausgelegt werden. Die Heizkurve kann niedriger laufen, was die Jahresarbeitszahl der Hauptanlage verbessert.

  • Mit Photovoltaik

    Der Warmwasserspeicher ist ein günstiger Wärmespeicher für Solarstromüberschüsse. Geräte mit PV-Signaleingang laden bevorzugt mittags, wenn die Anlage einspeist.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Die Speichergröße richtet sich nach der Personenzahl: 200 Liter reichen für zwei bis drei Personen, 300 Liter für vier bis fünf. Zu groß gewählte Speicher kosten Bereitschaftsverluste und verlängern die Aufheizzeit.

Wichtig ist außerdem die Mindestraumgröße, meist 15 bis 20 Kubikmeter, sowie die untere Einsatzgrenze der Lufttemperatur. Geräte, die bis minus fünf Grad arbeiten, lassen sich auch in unbeheizten Nebenräumen aufstellen. Wer die Abluft nach außen führt, sollte den Kanalquerschnitt beachten, sonst sinkt die Leistung spürbar.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Was kostet eine Brauchwasserwärmepumpe?

2.500 bis 4.500 Euro inklusive Montage, je nach Speichergröße und Ausstattung. Als Einzelmaßnahme ist sie förderfähig, wenn sie eine bestehende Warmwasserbereitung auf fossiler oder elektrischer Basis ersetzt.

Wie viel Strom spart sie?

Gegenüber einem elektrischen Boiler etwa zwei Drittel. Bei vier Personen und 3.000 Kilowattstunden Warmwasserbedarf sinkt der Verbrauch von rund 3.000 auf 900 bis 1.000 Kilowattstunden im Jahr.

Wird der Keller dadurch kalt?

Er kühlt um zwei bis vier Grad ab und wird entfeuchtet. In unbeheizten Kellern ist das meist erwünscht, weil es Schimmel vorbeugt. Grenzt der Raum an beheizte Bereiche, sollte die Abluft nach außen geführt werden.

Reicht sie als alleinige Warmwasserlösung?

Für Ein- und Zweifamilienhäuser ja. Die Aufheizzeit ist länger als bei einem Durchlauferhitzer, mit passend gewähltem Speicher aber im Alltag unauffällig. Bei sehr hohem Spitzenbedarf, etwa mehreren Bädern gleichzeitig, ist ein größerer Speicher oder eine Zusatzheizquelle einzuplanen.

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