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Warmwasserspeicher für die Wärmepumpe

Warmwasserspeicher für die Wärmepumpe

Warum der Speicher aus der Gasanlage meist nicht passt — und was stattdessen nötig ist.

Kurz gesagt

Wärmepumpen brauchen Speicher mit deutlich größeren Wärmetauscherflächen als Gasheizungen, weil sie mit kleinerer Temperaturdifferenz arbeiten. Ein alter Gaskesselspeicher zwingt die Wärmepumpe zu unnötig hoher Vorlauftemperatur und sollte in der Regel ersetzt werden.

Warum die Wärmetauscherfläche entscheidet

Ein Gaskessel liefert 70 Grad heißes Wasser an den Speicher. Die Temperaturdifferenz zum Speicherinhalt ist groß, deshalb genügt ein kleines Heizregister, um die Wärme zu übertragen.

Eine Wärmepumpe liefert 50 bis 55 Grad. Die Differenz ist viel kleiner, also muss die Übertragungsfläche entsprechend größer sein. Wärmepumpenspeicher haben deshalb Register mit 2,5 bis 4,5 Quadratmetern, Gaskesselspeicher oft nur 1,0 bis 1,5. Wird der alte Speicher weiterbetrieben, muss die Wärmepumpe die fehlende Fläche über höhere Temperatur ausgleichen — und verliert dauerhaft Effizienz.

Speichertypen im Überblick

Je nach Anlagenkonzept kommen unterschiedliche Bauformen infrage:

TypPrinzipGeeignet für
TrinkwasserspeicherTrinkwasser steht im Behälter, Register beheiztDer Standardfall im Einfamilienhaus
HygienespeicherHeizwasser im Behälter, Trinkwasser im WellrohrWenig Stagnation, gut bei geringem Verbrauch
KombispeicherPuffer und Trinkwasser in einem BehälterPlatzsparend, oft mit Solarthermie
FrischwasserstationErwärmung im Durchfluss aus dem PufferKein stehendes Trinkwarmwasser, sehr hygienisch
SchichtenspeicherTemperaturschichtung wird gezielt erhaltenBessere Ausnutzung, höhere Anschaffung

Frischwasserstationen und Hygienespeicher benötigen keine Legionellenschaltung mit 60 Grad, weil kein größeres Volumen Trinkwarmwasser dauerhaft steht. Das erlaubt niedrigere Systemtemperaturen und verbessert die Jahresarbeitszahl.

Wann der alte Speicher bleiben kann

Selten, aber es kommt vor. Voraussetzung ist ein Register von mindestens etwa 2,5 Quadratmetern, ein Alter unter zehn Jahren, eine intakte Dämmung und eine funktionierende Opferanode. Solche Speicher finden sich gelegentlich in Anlagen, die bereits mit Solarthermie kombiniert waren.

Prüfen lässt sich das über das Typenschild und die Herstellerunterlagen. In den meisten Fällen ist der Austausch für 1.500 bis 3.000 Euro allerdings die wirtschaftlichere Entscheidung, weil sich die dauerhaft bessere Arbeitszahl über die Lebensdauer deutlich stärker auswirkt.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Kann ich meinen vorhandenen Speicher weiternutzen?

Nur wenn das Heizregister groß genug ist, mindestens etwa 2,5 Quadratmeter. Bei Speichern aus Gasanlagen ist das selten der Fall. Wir prüfen das Typenschild im Rahmen der Bestandsaufnahme.

Was kostet ein Warmwasserspeicher für die Wärmepumpe?

300 Liter mit ausreichendem Register kosten 1.200 bis 2.500 Euro, mit Montage und Anbindung 1.500 bis 3.000 Euro. Kombi- und Schichtenspeicher liegen darüber.

Brauche ich Puffer- und Warmwasserspeicher getrennt?

Nicht zwingend. Kombispeicher vereinen beides und sparen Platz, sind hydraulisch aber anspruchsvoller. Bei Fußbodenheizung mit großem Wasserinhalt kann der Pufferanteil oft ganz entfallen.

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