
Brauchwasserwärmepumpe: welche Größe?
Von 100 bis 500 Liter — welche Größe zu welchem Haushalt passt.
Als Richtwert gelten 50 bis 60 Liter je Person: 150 bis 200 Liter für zwei Personen, 250 bis 300 Liter für vier, ab 400 Liter für größere Haushalte. Zu große Speicher kosten unnötige Bereitschaftsverluste, zu kleine führen zu Nachheizbetrieb mit dem Heizstab.
Größe nach Haushalt
Die Auslegung folgt dem täglichen Warmwasserbedarf und dem gewünschten Komfort bei gleichzeitiger Entnahme. Weil eine Brauchwasserwärmepumpe langsamer nachheizt als ein Gaskessel, wird eher großzügiger dimensioniert.
| Haushalt | Speichergröße | Tagesbedarf | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| 1 – 2 Personen | 120 – 200 l | 60 – 100 l | Kleinere Geräte oft mit geringerer Leistung |
| 3 – 4 Personen | 250 – 300 l | 120 – 200 l | Der häufigste Fall im Einfamilienhaus |
| 5 – 6 Personen | 300 – 400 l | 200 – 300 l | Auf Aufheizzeit und Wärmetauscher achten |
| Mehr als 6 Personen | ab 400 l | über 300 l | Ggf. zwei Geräte oder Kombination mit Heizungsanlage |
Prüfen Sie neben dem Volumen die Aufstellhöhe: 300-Liter-Geräte sind oft über zwei Meter hoch. In Kellern mit niedriger Decke oder unter Rohrleitungen wird das schnell zum Ausschlusskriterium.
Warum größer nicht besser ist
Ein Speicher verliert Wärme über seine Oberfläche, unabhängig davon, wie viel entnommen wird. Ein 400-Liter-Gerät in einem Zwei-Personen-Haushalt hat dieselben Bereitschaftsverluste wie in einem Fünf-Personen-Haushalt — nur verteilen sie sich auf viel weniger genutzte Kilowattstunden.
Hinzu kommt die Aufheizzeit: Große Speicher brauchen bei der kleinen Leistung einer Brauchwasserwärmepumpe von typischerweise 1,5 bis 2 Kilowatt entsprechend länger, was bei knapper Auslegung zu Heizstabbetrieb führt. Die richtige Größe ist deshalb die knapp ausreichende, nicht die größtmögliche.
Mit oder ohne Wärmetauscher
Viele Geräte gibt es in zwei Varianten: mit oder ohne zusätzlichen Glattrohr-Wärmetauscher. Der Wärmetauscher erlaubt die Einbindung einer zweiten Wärmequelle, etwa Solarthermie, eines Festbrennstoffkessels oder der Heizungsanlage.
Ohne vorhandene Zweitquelle ist er unnötig und kostet 200 bis 500 Euro mehr. Wer allerdings später Solarthermie ergänzen möchte, sollte ihn gleich mitbestellen — nachrüsten lässt er sich nicht.
Das werden wir oft gefragt
Wie viele Liter brauche ich für 4 Personen?
250 bis 300 Liter. Bei sehr hohem Verbrauch, etwa täglichem Baden oder zwei Bädern mit gleichzeitiger Nutzung, eher 300 Liter.
Wie lange dauert das Aufheizen?
Bei 1,5 bis 2 Kilowatt Leistung und 300 Litern von 15 auf 50 Grad etwa sechs bis acht Stunden. Deshalb wird nachts oder mittags bei Solarüberschuss geladen, nicht bedarfsgesteuert im Moment der Entnahme.
Passt das Gerät in meinen Keller?
Prüfen Sie Deckenhöhe, Türbreite und Mindestraumvolumen. Die meisten Geräte brauchen 15 bis 20 Kubikmeter Raumluft; bei kleineren Räumen ist eine Luftkanalführung nach außen nötig, die die Leistung geringfügig senkt.
Passend zu diesem Thema
Gemeinsam zu einer nachhaltigen Zukunft
Sichern Sie sich Ihre kostenlose und unverbindliche Beratung. Wir finden die passende Energielösung für Ihr Zuhause.
