
Sole-Wasser-Wärmepumpe: Kosten
Der Preis hängt an der Erschließung — Sonde und Kollektor im Kostenvergleich.
Eine Sole-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett 30.000 bis 55.000 Euro. Mit Flächenkollektor liegt sie bei 30.000 bis 45.000 Euro, mit Erdsonde bei 35.000 bis 55.000. Die Erschließung macht den Unterschied, nicht das Gerät.
Die Kostenblöcke
Das Gerät selbst ist bei Sole-Wasser-Anlagen kaum teurer als bei Luft-Wasser — teils sogar günstiger, weil kein Ventilator und keine Abtausteuerung nötig sind. Der Preisunterschied entsteht fast vollständig bei der Erschließung.
| Position | Flächenkollektor | Erdsonde |
|---|---|---|
| Wärmepumpe (10 kW) | 11.000 – 16.000 € | 11.000 – 16.000 € |
| Erschließung | 6.000 – 12.000 € | 10.000 – 20.000 € |
| Installation, Speicher, Hydraulik | 7.000 – 12.000 € | 7.000 – 12.000 € |
| Genehmigung und Nachweise | 300 – 800 € | 800 – 2.500 € |
| Gesamt | 30.000 – 45.000 € | 35.000 – 55.000 € |
Erdwärmeanlagen erhalten zusätzlich den Effizienzbonus von 5 Prozent. Da der Förderhöchstbetrag bei 30.000 Euro liegt, steigt der Eigenanteil bei teureren Anlagen dennoch überproportional.
Was den Preis nach oben treibt
Bei der Erdsonde ist die Geologie der größte Unsicherheitsfaktor. Festgestein bohrt sich langsamer als Lockergestein, und unerwartete Schichten können zusätzliche Verrohrung erfordern. Eine Bohrversicherung deckt solche Mehrkosten ab und sollte im Angebot enthalten sein.
Beim Flächenkollektor sind es die Erdarbeiten: Ein Grundstück mit Bewuchs, Zuwegung über gepflasterte Flächen oder beengte Verhältnisse verteuern den Aushub erheblich. Im Neubau, wenn der Bagger ohnehin vor Ort ist, fällt dieser Posten dagegen minimal aus.
Das werden wir oft gefragt
Was ist günstiger, Kollektor oder Sonde?
Der Flächenkollektor, um etwa 4.000 bis 8.000 Euro. Er setzt aber eine ausreichend große, unversiegelte Gartenfläche voraus — etwa das Eineinhalb- bis Zweifache der beheizten Wohnfläche.
Lohnt sich der Mehrpreis gegenüber Luft-Wasser?
Bei normalem Wärmebedarf im Einfamilienhaus selten allein über die Energieeinsparung. Er lohnt bei hohem Wärmebedarf, im Neubau mit laufenden Erdarbeiten, bei strengen Schallanforderungen oder wenn passive Kühlung gewünscht ist.
Sind die Bohrkosten förderfähig?
Ja, die Erschließung zählt zu den förderfähigen Investitionskosten. Sie fällt allerdings unter denselben Höchstbetrag von 30.000 Euro für die erste Wohneinheit wie die übrige Anlage.
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