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Wärmepumpe zur Innenaufstellung

Wärmepumpe zur Innenaufstellung

Kein Außengerät im Garten — dafür Luftkanäle, Platzbedarf und Körperschall im Haus.

Kurz gesagt

Bei der Innenaufstellung steht die komplette Wärmepumpe im Haus, meist im Keller, und saugt Außenluft über zwei Kanäle mit Wanddurchbrüchen von je 60 bis 80 Zentimetern an. Vorteil: kein Gerät im Garten, keine Schallemission nach außen. Nachteil: Platzbedarf, Körperschall und Leistungsverlust über die Kanäle.

Wie die Luft ins Haus und wieder heraus kommt

Eine innen aufgestellte Luftwärmepumpe braucht zwei große Luftkanäle: einen für die Ansaugung, einen für den Ausblas. Die Öffnungen in der Außenwand oder im Lichtschacht haben typischerweise 60 bis 80 Zentimeter Durchmesser oder Kantenlänge.

Ansaug- und Ausblasöffnung müssen weit genug auseinanderliegen, sonst wird die abgekühlte Abluft wieder angesaugt und die Leistung bricht ein. Üblich sind mindestens zwei Meter Abstand oder eine Anordnung über Eck. Der Ausblas sollte zudem nicht auf Terrasse, Gehweg oder Nachbargrundstück gerichtet sein — die ausgeblasene Luft ist im Winter mehrere Grad kälter als die Umgebung.

Vor- und Nachteile

Die Innenaufstellung löst manche Probleme und schafft andere.

VorteileNachteile
Kein Gerät im Garten sichtbarBraucht 2 bis 4 m² Stellfläche im Keller
Keine Schallabstrahlung ins FreieKörperschall im Gebäude spürbar
Gerät ist witterungsgeschütztZwei große Wanddurchbrüche nötig
Keine Abstandsflächen zum NachbarnLeistungsverlust über die Luftkanäle
Wartung im TrockenenBei Propan strengere Auflagen an Lüftung und Raum

Der Schall verschwindet nicht, er verlagert sich. Statt den Nachbarn zu stören, ist das Gerät im eigenen Haus hörbar — besonders kritisch, wenn über dem Technikraum ein Schlafzimmer liegt.

Wann sie sinnvoll ist

Die Innenaufstellung lohnt in dicht bebauten Lagen, in denen kein Außenaufstellort die Schallanforderungen erfüllt, sowie bei denkmalgeschützten Gebäuden, an denen außen nichts sichtbar sein darf. Auch bei sehr kleinen Grundstücken ohne nutzbare Freifläche ist sie oft die einzige Möglichkeit.

Voraussetzung ist ein geeigneter Raum: ausreichend groß, mit Außenwand oder Lichtschacht für die Kanäle, mit Bodenablauf für das Kondensat und möglichst nicht unter Schlafräumen. Fehlt eine dieser Bedingungen, ist die Außenaufstellung mit sorgfältig gewähltem Standort meist die bessere Lösung.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Wie viel Platz braucht die Innenaufstellung?

Zwei bis vier Quadratmeter Stellfläche zuzüglich Wartungsabstand, plus Platz für Puffer- und Warmwasserspeicher. Insgesamt sollte der Technikraum mindestens acht bis zehn Quadratmeter haben.

Ist die Innenaufstellung leiser?

Nach außen ja, im Haus nicht. Der Verdichter läuft im Gebäude, weshalb Körperschallentkopplung besonders wichtig ist. Über dem Technikraum sollte kein Schlafzimmer liegen.

Verliert die Anlage Leistung durch die Kanäle?

Ja, durch den Druckverlust im Kanal muss der Ventilator mehr Leistung aufbringen. Je nach Kanallänge und Querschnitt sind 3 bis 8 Prozent Effizienzverlust realistisch. Kurze Kanäle mit großzügigem Querschnitt halten den Verlust klein.

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