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Stromkosten einer Wärmepumpe

Stromkosten einer Wärmepumpe

Die laufende Rechnung: Verbrauch mal Tarif, plus die Stellschrauben, die beides senken.

Kurz gesagt

Die Stromkosten einer Wärmepumpe liegen im Einfamilienhaus bei 750 bis 2.300 Euro im Jahr. Die Rechnung lautet: Wärmebedarf geteilt durch Jahresarbeitszahl mal Strompreis. Ein Wärmepumpentarif kostet derzeit rund 22 bis 28 Cent je Kilowattstunde und damit deutlich weniger als Haushaltsstrom.

Die Rechnung in drei Größen

Der Stromverbrauch einer Wärmepumpe ergibt sich aus dem jährlichen Wärmebedarf des Gebäudes geteilt durch die Jahresarbeitszahl. Ein Haus mit 18.000 Kilowattstunden Wärmebedarf und einer Jahresarbeitszahl von 3,6 verbraucht also 5.000 Kilowattstunden Strom.

Multipliziert mit dem Wärmepumpentarif von rund 25 Cent ergibt das 1.250 Euro im Jahr. Zum Vergleich: Dieselbe Wärmemenge aus einer Gasheizung mit 90 Prozent Nutzungsgrad kostet bei 12 Cent je Kilowattstunde Gas rund 2.400 Euro — zuzüglich des jährlich steigenden CO2-Preises.

Wärmepumpentarif oder Haushaltsstrom

Wärmepumpentarife sind günstiger, weil der Netzbetreiber die Anlage bei Netzengpässen kurzzeitig drosseln darf. Seit 2024 gilt dafür Paragraf 14a des Energiewirtschaftsgesetzes: Steuerbare Verbrauchseinrichtungen erhalten reduzierte Netzentgelte, die Leistung darf im Gegenzug auf 4,2 Kilowatt begrenzt werden.

Praktisch ist die Einschränkung gering, weil Drosselungen selten und kurz sind und ein gut ausgelegter Pufferspeicher sie überbrückt. Voraussetzung ist ein separater Zähler oder ein Zweirichtungszähler mit getrennter Messung, dessen Einbau 300 bis 800 Euro kostet.

Was die Kosten senkt

Drei Hebel wirken, in dieser Reihenfolge:

  • Vorlauftemperatur senken

    Jedes Grad weniger bringt rund 2,5 Prozent. Von 55 auf 45 Grad sind das etwa 25 Prozent weniger Stromkosten — der mit Abstand größte Hebel, oft erreichbar durch den Tausch weniger Heizkörper.

  • Eigenen Solarstrom nutzen

    Eine PV-Anlage deckt je nach Größe 25 bis 40 Prozent des Wärmepumpenstroms. Mit Stromspeicher und intelligenter Ansteuerung sind 45 bis 55 Prozent erreichbar. Bei 1.250 Euro Jahreskosten sind das 300 bis 700 Euro Ersparnis.

  • Tarif wechseln

    Zwischen Grundversorgung und günstigem Wärmepumpentarif liegen schnell 5 Cent je Kilowattstunde. Bei 5.000 Kilowattstunden sind das 250 Euro im Jahr, ohne jede technische Änderung.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Was kostet eine Wärmepumpe im Monat an Strom?

Im Jahresmittel 60 bis 190 Euro. Die Verteilung ist stark saisonal: Im Januar kann der Betrag doppelt bis dreifach so hoch liegen wie im Jahresmittel, im Juli fällt nur noch die Warmwasserbereitung an.

Lohnt sich ein separater Wärmepumpenzähler?

Ab etwa 3.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch meist ja. Der Einbau kostet 300 bis 800 Euro, die Ersparnis gegenüber Haushaltsstrom liegt bei 5 bis 10 Cent je Kilowattstunde, also 150 bis 500 Euro im Jahr.

Darf der Netzbetreiber meine Wärmepumpe abschalten?

Er darf die Leistung nach Paragraf 14a EnWG auf 4,2 Kilowatt drosseln, nicht vollständig abschalten. Das Haus bleibt warm. Im Gegenzug sinken die Netzentgelte, wahlweise als pauschale Reduzierung oder über ein prozentual reduziertes Arbeitsentgelt.

Wie entwickeln sich die Strompreise für Wärmepumpen?

Belastbar vorhersagen lässt sich das nicht. Preistreibend wirken Netzausbau und Kapazitätsmärkte, dämpfend der Zubau erneuerbarer Erzeugung und die reduzierten Netzentgelte für steuerbare Verbraucher. Gleichzeitig steigt der CO2-Preis auf fossile Brennstoffe planmäßig weiter, was die Wärmepumpe im Vergleich günstiger stellt.

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