
Wasser-Wasser-Wärmepumpe: Kosten
Zwei Brunnen, ein Pumpversuch — und das Risiko, dass das Grundstück ungeeignet ist.
Eine Wasser-Wasser-Wärmepumpe kostet komplett 35.000 bis 50.000 Euro. Davon entfallen 8.000 bis 16.000 Euro auf Förder- und Schluckbrunnen samt Genehmigung. Vorab fällt ein Pumpversuch für 1.500 bis 3.000 Euro an, der auch ergeben kann, dass das Grundstück ungeeignet ist.
Die Kosten im Einzelnen
Der Aufbau unterscheidet sich von anderen Bauarten vor allem durch die zwei Brunnen und die aufwendigere Genehmigung.
| Position | Kosten |
|---|---|
| Pumpversuch und Wasseranalyse (vorab) | 1.500 – 3.000 € |
| Förderbrunnen | 4.000 – 8.000 € |
| Schluckbrunnen | 4.000 – 8.000 € |
| Wärmepumpe (10 kW) | 12.000 – 17.000 € |
| Installation, Speicher, Hydraulik | 7.000 – 12.000 € |
| Wasserrechtliche Erlaubnis | 500 – 2.000 € |
Der Pumpversuch ist eine verlorene Vorabinvestition, wenn er zeigt, dass Ergiebigkeit oder Wasserchemie nicht ausreichen. Das ist der wesentliche Unterschied zu anderen Bauarten — hier steht die Machbarkeit erst nach einer Investition fest.
Wo das Geld gut angelegt ist
Die Wasserqualität entscheidet über die Lebensdauer der gesamten Anlage. Zu hohe Eisen- und Mangangehalte führen zu Verockerung, die Wärmetauscher und Schluckbrunnen zusetzt. Eine sorgfältige Analyse vorab ist deshalb keine Formalie, sondern schützt vor Folgekosten im fünfstelligen Bereich.
Ebenso wichtig ist ein Zwischenwärmetauscher aus geeignetem Material, der den Wärmepumpenkreis vom Brunnenwasser trennt. Er kostet 1.500 bis 3.000 Euro zusätzlich, verhindert aber, dass aggressives Wasser den Verdampfer angreift.
Das werden wir oft gefragt
Lohnt sich Wasser-Wasser im Einfamilienhaus?
Selten. Der Aufwand aus zwei Brunnen, Pumpversuch, Genehmigung und laufender Brunnenwartung steht meist nicht im Verhältnis zum Effizienzgewinn. Interessant wird die Bauart ab Mehrfamilienhausgröße.
Was, wenn der Pumpversuch negativ ausfällt?
Dann sind die 1.500 bis 3.000 Euro verloren und es bleibt bei Luft oder Erdsonde. Deshalb prüfen wir vorab die hydrogeologischen Karten und fragen bei der Wasserbehörde nach bekannten Verhältnissen im Gebiet.
Wie hoch sind die laufenden Kosten?
Neben dem Strom für Wärmepumpe und Förderpumpe fallen Kosten für die regelmäßige Brunnenkontrolle an, bei ungünstiger Wasserchemie zusätzlich für Regenerierung. Kalkulieren Sie 300 bis 600 Euro jährlich für Wartung.
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