BTPV Deutschland
Wärmepumpe und Photovoltaik: Kosten im Paket

Wärmepumpe und Photovoltaik: Kosten im Paket

Der Gesamtpreis beider Gewerke — und wo die Kombination tatsächlich Geld spart.

Kurz gesagt

Wärmepumpe und PV-Anlage kosten zusammen 45.000 bis 65.000 Euro brutto. Die Wärmepumpe wird mit bis zu 70 Prozent bezuschusst, die PV-Anlage nicht — dafür ist sie seit 2023 von der Mehrwertsteuer befreit. Der Eigenanteil liegt typischerweise bei 28.000 bis 42.000 Euro.

Zwei Gewerke, zwei Förderlogiken

Die Wärmepumpe fällt unter die Bundesförderung für effiziente Gebäude mit dem Zuschuss 458 und wird mit 30 bis 70 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst, gedeckelt auf 30.000 Euro für die erste Wohneinheit.

Die Photovoltaikanlage erhält keinen Investitionszuschuss, ist dafür seit dem 1. Januar 2023 bei Lieferung und Installation auf Wohngebäuden mit null Prozent Umsatzsteuer belegt. Dazu kommt die Einspeisevergütung für den eingespeisten Anteil. Beide Vorteile lassen sich uneingeschränkt kombinieren.

Ein Rechenbeispiel

Einfamilienhaus, 150 Quadratmeter, Austausch einer 22 Jahre alten Gasheizung, Luft-Wasser-Wärmepumpe mit 10 Kilowatt und PV-Anlage mit 12 Kilowatt Peak inklusive Stromspeicher.

PositionBruttoFörderungEigenanteil
Wärmepumpe komplett34.000 €bis 21.000 €ab 13.000 €
PV-Anlage 12 kWp14.400 €0 % USt. statt Zuschuss14.400 €
Stromspeicher 10 kWh7.000 €7.000 €
Gesamt55.400 €bis 21.000 €ab 34.400 €

Der Fördersatz von 70 Prozent setzt Grundförderung, Klimageschwindigkeits-, Effizienz- und Einkommensbonus voraus. Ohne Einkommensbonus liegt der Satz bei 55 Prozent und der Zuschuss bei bis zu 16.500 Euro.

Was die gemeinsame Vergabe spart

Werden beide Gewerke zusammen geplant, entfallen Doppelarbeiten: ein Gerüst, eine Elektroplanung, eine Netzanmeldung, ein Zählerschrankumbau. Das spart nach unserer Erfahrung 1.500 bis 3.500 Euro gegenüber getrennter Vergabe an zwei Betriebe.

Wichtiger noch ist die technische Abstimmung. Wenn Wechselrichter, Speicher und Wärmepumpenregelung von Anfang an über dieselbe Schnittstelle sprechen, funktioniert die Überschussnutzung ohne Nachrüstung. Werden die Anlagen unabhängig gebaut, passen die Schnittstellen häufig nicht zusammen und die Überschusssteuerung fällt aus oder muss teuer nachgerüstet werden.

Häufige Fragen

Das werden wir oft gefragt

Wird die PV-Anlage mitgefördert, wenn ich eine Wärmepumpe einbaue?

Nein, sie ist kein förderfähiger Bestandteil des Zuschusses 458. Der wirtschaftliche Vorteil entsteht über den entfallenen Umsatzsteuersatz, den Eigenverbrauch und die Einspeisevergütung.

Sollte ich beides gleichzeitig bauen?

Wenn es das Budget erlaubt, ja — wegen der gemeinsamen Elektroplanung und der abgestimmten Schnittstellen. Ist das nicht möglich, empfehlen wir, zuerst die Wärmepumpe zu bauen und die Elektroinstallation bereits PV-fähig vorzubereiten.

Was kostet die Kombination im Altbau?

Meist 3.000 bis 8.000 Euro mehr als im sanierten Bestand, überwiegend für Heizflächenanpassung und Zählerschrankertüchtigung. Beides ist bei der Wärmepumpe förderfähig, sofern der Höchstbetrag nicht ausgeschöpft ist.

Jetzt starten

Gemeinsam zu einer nachhaltigen Zukunft

Sichern Sie sich Ihre kostenlose und unverbindliche Beratung. Wir finden die passende Energielösung für Ihr Zuhause.

Kostenlose Beratung